Altersvorsorge

Standarddepot oder freies Altersvorsorgedepot? Was hinter Premium-Angeboten steckt

Von Tim Hunger · Aktualisiert am · 13 Min. Lesezeit

Standarddepot oder freies Altersvorsorgedepot – Ratgeber von Mr.Finanzfakten mit Tim Hunger

Beim Altersvorsorgedepot gibt es genau zwei Varianten: das Standarddepot und das freie Altersvorsorgedepot. Das Standarddepot hat zwei voreingestellte Fonds und einen gesetzlichen Kostendeckel von 1,0 Prozent im Jahr. Im freien Depot wählst du deine Fonds selbst, einen Kostendeckel gibt es dort nicht. „Premium“ ist kein eigenes Produkt, sondern ein Werbename für teurere Varianten des freien Depots. Die staatliche Förderung ist bei beiden Varianten genau gleich.

Dieser Ratgeber zeigt dir die Unterschiede, was ein Prozentpunkt Kosten über 30 und 40 Jahre ausmacht und wo du welches Depot bekommst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt zwei Varianten: das Standarddepot und das freie Altersvorsorgedepot. Daneben gibt es Garantieprodukte mit 80 oder 100 Prozent Garantie. Die sind aber kein Depot.
  • Jeder Anbieter muss ein Standarddepot anbieten. Es hat zwei Fonds, eine automatische Umschichtung vor der Rente und einen Kostendeckel von 1,0 Prozent Effektivkosten im Jahr.
  • Das freie Depot bietet mehr Auswahl, hat aber keinen gesetzlichen Kostendeckel.
  • „Premium“ ist kein Begriff aus dem Gesetz. Rechtlich ist ein Premium-Angebot ein ganz normales freies Altersvorsorgedepot.
  • Die Förderung ist überall gleich: bis zu 540 Euro Grundzulage, bis zu 300 Euro je Kind, dazu der Sonderausgabenabzug.
  • Online oder mit Beratung: Beides ist bei beiden Varianten möglich. Entscheidend sind die Effektivkosten.
  • Kosten wirken über Jahrzehnte enorm. In unserer Modellrechnung kostet 1 Prozentpunkt mehr Kosten über 40 Jahre rund 65.500 Euro.

Welche Arten von Altersvorsorgedepot gibt es?

Das Gesetz unterscheidet beim Altersvorsorgedepot nur zwei Varianten. Daneben gibt es als zweite Produktgruppe die Garantieprodukte.

Produkt Was es ist Garantie
Standarddepot vereinfachtes Altersvorsorgedepot mit gesetzlichen Vorgaben und Kostendeckel keine
Freies Altersvorsorgedepot Altersvorsorgedepot mit eigener Fondsauswahl, ohne Kostendeckel keine
Garantieprodukt kein Depot, sondern ein Vertrag mit Garantie zu Rentenbeginn 80 % oder 100 % der eingezahlten Beiträge

In diesem Ratgeber geht es um die beiden Depot-Varianten. Alle anderen Namen, die du in der Werbung liest, etwa „Flex“, „Aktiv“, „Relax“ oder „Premium“, sind Produktnamen der Anbieter. Dahinter steckt immer eine dieser beiden Varianten.

Was ist das Standarddepot beim Altersvorsorgedepot?

Das Standarddepot ist eine gesetzlich festgelegte Grundversion des Altersvorsorgedepots. Sie soll vor allem Menschen helfen, die wenig Erfahrung mit Geldanlage haben oder keine eigenen Anlageentscheidungen treffen wollen.

Das Gesetz schreibt für das Standarddepot vor:

  • Zwei Fonds: Einer ist eher vorsichtig angelegt, der andere geht höhere Risiken ein und hat dafür höhere Renditechancen. Der Anbieter legt beide Fonds vor Vertragsschluss fest.
  • Automatische Umschichtung: In den Jahren vor Rentenbeginn wird dein Geld Schritt für Schritt in den vorsichtigen Fonds umgeschichtet. Willst du eine andere Aufteilung, kannst du das deinem Anbieter mitteilen.
  • Kostendeckel: Die Effektivkosten dürfen höchstens 1,0 Prozent im Jahr betragen.
  • Angebotspflicht: Jeder Anbieter von geförderten Altersvorsorgeprodukten muss ein Standarddepot anbieten, selbst oder über einen Partner.

Staatliches Standarddepot: Wann kommt es?

Zusätzlich soll es ein staatlich organisiertes Standarddepot geben. Dafür fehlt aber noch eine Verordnung der Bundesregierung. Anfang Oktober 2026 lag sie nicht vor.

Was bedeuten Effektivkosten?

Die Effektivkosten zeigen, um wie viel Prozent deine Rendite im Jahr durch alle Kosten zusammen sinkt. Darin stecken Depotgebühren, Fondskosten, Abschluss- und Vertriebskosten sowie Transaktionskosten. Das Bundesfinanzministerium rechnet es so vor: Bringt die Anlage 5 Prozent vor Kosten und betragen die Effektivkosten 1,0 Prozent, bleiben dir 4 Prozent. Die Effektivkosten sind deshalb die eine Zahl, mit der du Angebote vergleichen solltest.

Was ist ein freies Altersvorsorgedepot?

Neben dem Standarddepot dürfen Anbieter Altersvorsorgedepots mit mehr Gestaltungsspielraum anbieten. Das Gesetz nennt sie einfach Altersvorsorgedepot. Im Markt heißen sie meist „freies Depot“. Du entscheidest selbst, welche Fonds du besparst und wann du umschichtest. Einen gesetzlichen Kostendeckel gibt es dafür nicht.

Was in ein Altersvorsorgedepot darf, regelt eine Positivliste im Gesetz. Erlaubt sind vor allem ETFs und andere Investmentfonds bis zu einer bestimmten Risikoklasse sowie bestimmte Anleihen öffentlicher Herausgeber. Einzelaktien, Kryptowährungen, Zertifikate und Hebelprodukte sind ausgeschlossen. Das gilt für das Standarddepot und das freie Depot gleichermaßen.

Wie teuer ein freies Depot ist, hängt vor allem davon ab, was du darin anlegst. Mit günstigen ETFs kann es sogar günstiger sein als ein Standarddepot. Mit aktiv verwalteten Fonds, einer Vermögensverwaltung oder Zusatzservices wird es schnell deutlich teurer.

Was steckt hinter Premium-Angeboten?

Manche Anbieter nennen teurere Varianten ihres freien Depots „Premium“. Dahinter stecken oft eine besondere Fondsauswahl, aktiv gemanagte Fonds oder eine Vermögensverwaltung. Rechtlich ist das ein ganz normales freies Altersvorsorgedepot. Mehr Förderung gibt es dafür nicht, und es gilt kein Kostendeckel.

Wichtig: Das Wort „Premium“ sagt nichts über die Qualität. Ob ein Angebot für dich besser ist, zeigt allein der Vergleich der Effektivkosten mit dem, was du dafür bekommst. Verbraucherzentralen warnen ausdrücklich vor teuren Fondsauswahlen und Zusatzleistungen, die die Rendite über Jahrzehnte aufzehren.

Standarddepot oder freies Depot: Die Unterschiede im Überblick

Merkmal Standarddepot Freies Altersvorsorgedepot
Anlage zwei vom Anbieter festgelegte Fonds eigene Auswahl aus der Positivliste
Umschichtung vor der Rente automatisch, abweichende Aufteilung möglich machst du selbst oder je nach Vertrag
Kostendeckel ja, höchstens 1,0 % im Jahr nein
Kosten in der Praxis laut Ankündigungen oft deutlich unter 1 % sehr unterschiedlich: mit günstigen ETFs niedrig, mit aktiven Fonds oder Zusatzservice deutlich höher
Aufwand für dich gering höher, du entscheidest selbst
Abschluss online oder mit Beratung online oder mit Beratung
Förderung gleich gleich
Angebot Pflicht für alle Anbieter freiwillig, nicht jeder Anbieter hat eins

Online selbst abschließen oder mit Beratung?

Ob du dein Altersvorsorgedepot online selbst abschließt oder dich beraten lässt, ist eine eigene Frage. Sie stellt sich beim Standarddepot genauso wie beim freien Depot. Laut Bundesfinanzministerium eignet sich das Standarddepot zwar auch für einen Online-Abschluss ohne Beratung. Ausgeschlossen ist eine Beratung dadurch aber nicht.

  • Online selbst abschließen: schnell und meist günstig. Du triffst aber alle Entscheidungen allein, von der Sparrate über den Zulagenantrag bis zur Auszahlung im Alter.
  • Mit Beratung abschließen: Jemand prüft mit dir, ob das Depot zu deiner gesamten Altersvorsorge passt, ob du die Förderung voll ausschöpfst und was mit einem bestehenden Riester-Vertrag passiert. Beratung kostet Geld, entweder in den Produktkosten oder als eigene Vergütung.

Wichtig für deinen Vergleich: Beim Standarddepot müssen alle Kosten des Vertrags in den Deckel von 1,0 Prozent passen, auch Abschluss- und Vertriebskosten. Gibt es daneben eine eigene Service- oder Beratungsvereinbarung, gehört sie ebenfalls in deinen Kostenvergleich.

Wo bekommst du ein Altersvorsorgedepot?

Ein Altersvorsorgedepot schließt du bei einem Anbieter ab, der zertifizierte Altersvorsorgeverträge anbietet. Das sind vor allem Banken, Neobroker und Versicherer.

Anbieter Typisches Angebot Worauf du achten solltest
Banken (Filial- und Direktbanken) Standarddepot, oft auch ein freies Depot Filialbanken setzen häufig auf hauseigene Fonds. Vergleiche deren Kosten mit günstigen ETFs.
Neobroker Standarddepot und freies Depot, online und meist ohne Beratung oft sehr niedrige Gebühren und große ETF-Auswahl. Alle Entscheidungen triffst du selbst.
Versicherer meist das Standarddepot, dazu Garantieprodukte Prüf die Effektivkosten genau. Bei manchen Versicherern kann die lebenslange Rente später aus einer Hand kommen.

Weil jeder Anbieter ein Standarddepot im Programm haben muss, hast du immer einen Vergleichsmaßstab. Lass dir bei jedem Angebot zeigen, was das Standarddepot desselben Hauses kostet. Wie gut die einzelnen Anbieter sind, lässt sich erst sicher sagen, wenn die Verträge zertifiziert sind und die Effektivkosten verbindlich feststehen.

Was kostet 1 Prozent mehr beim Altersvorsorgedepot?

Modellrechnung zur Veranschaulichung, keine Prognose. Jährlich 1.800 € Eigenbeitrag plus 540 € Grundzulage, 6 % Rendite vor Kosten, ohne Steuern und ohne Erstattung aus dem Sonderausgabenabzug.

Ein Prozent klingt nach wenig. Über Jahrzehnte frisst es aber einen großen Teil deiner Erträge. Wir haben gerechnet, was bei 2.340 Euro im Jahr am Ende herauskommt.

Effektivkosten im Jahr Nach 30 Jahren Nach 40 Jahren
0,2 % (günstiges ETF-Niveau) 188.971 € 364.414 €
1,0 % (Deckel Standarddepot) 163.240 € 296.805 €
1,5 % 149.181 € 261.721 €
2,0 % 136.488 € 231.254 €

Eingezahlt sind nach 30 Jahren samt Zulagen 70.200 Euro, nach 40 Jahren 93.600 Euro. Zwischen 1,0 und 2,0 Prozent Kosten liegen nach 40 Jahren rund 65.500 Euro. Und auch der Deckel selbst ist nicht billig: Gegenüber einer Anlage ganz ohne Kosten kosten dich 1,0 Prozent in diesem Beispiel nach 40 Jahren rund 30 Prozent deiner Erträge, 2,0 Prozent schon mehr als die Hälfte.

Die Verbraucherzentralen haben im Gesetzgebungsverfahren ähnlich gerechnet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnte, dass bei 1,5 Prozent Kosten nur rund 53 Prozent der Kapitalmarkterträge bei den Sparern ankommen. Der Bundestag hat den Deckel für das Standarddepot daraufhin von geplanten 1,5 auf 1,0 Prozent gesenkt.

Unsere Einschätzung als ungebundene Berater: Für viele Menschen ist das Standarddepot die richtige Wahl. Es ist einfach, hat einen gesetzlichen Kostendeckel und kommt ohne laufende Anlageentscheidungen aus. Ein freies Depot lohnt sich, wenn du dich auskennst und günstige ETFs selbst auswählen willst. Teurere Varianten mit aktiven Fonds oder Vermögensverwaltung müssen sich ihre Mehrkosten jedes Jahr neu verdienen. Ob du dich beraten lässt, ist davon unabhängig. Beratung lohnt sich vor allem, wenn deine Situation komplexer ist: ein alter Riester-Vertrag, Kinderzulagen, Selbstständigkeit oder die Frage, wie das Depot mit gesetzlicher Rente und Betriebsrente zusammenpasst. Dann gehört der Preis offen auf den Tisch, in Prozent und in Euro. Wer dir die Kosten nicht klar nennt oder das Standarddepot schlechtredet, ohne es mit dir zu vergleichen, berät dich nicht in deinem Interesse.

Für wen eignet sich welches Altersvorsorgedepot?

Das Standarddepot passt zu dir, wenn …

  • du wenig Erfahrung mit Geldanlage hast oder dich nicht selbst darum kümmern willst,
  • dir niedrige Kosten wichtiger sind als eine große Fondsauswahl,
  • du die automatische Umschichtung vor der Rente als Sicherheitsgurt schätzt.

Das freie Depot passt zu dir, wenn …

  • du dich mit ETFs auskennst und deine Fonds selbst auswählen willst,
  • du die Umschichtung vor der Rente selbst steuern möchtest,
  • du die Disziplin hast, auch in Krisen nicht zu verkaufen.

Eine Beratung lohnt sich besonders, wenn …

  • du noch einen Riester-Vertrag hast und nicht weißt, ob du ihn behalten oder umwandeln sollst,
  • du Kinder hast und die Zulagen optimal nutzen willst,
  • du selbstständig bist oder mehrere Verträge hast,
  • du wissen willst, ob das Depot zu deiner übrigen Altersvorsorge passt.

Fünf Fragen, die du vor dem Abschluss stellen solltest

  1. Wie hoch sind die Effektivkosten dieses Angebots, in Prozent und schriftlich? Die Zahl steht im Produktinformationsblatt.
  2. Was kostet das Standarddepot desselben Anbieters? Dann siehst du sofort, was du für eine größere Auswahl oder Zusatzleistungen bezahlst.
  3. Gibt es neben dem Vertrag weitere Kosten? Zum Beispiel eine Service- oder Beratungsvereinbarung. Auch die gehört in den Kostenvergleich.
  4. Was bekomme ich konkret für die Mehrkosten? Lass es dir aufschreiben.
  5. Was kostet es, später zu einem anderen Anbieter oder ins Standarddepot zu wechseln? Ab fünf Jahren Vertragslaufzeit muss der Wechsel beim alten Anbieter kostenfrei sein. Der neue Anbieter darf höchstens 150 Euro Verwaltungspauschale verlangen.

Kannst du später vom freien Depot ins Standarddepot wechseln?

Ja. Innerhalb des neuen Systems werden Wechsel einfacher und günstiger. Die Abschlusskosten müssen über die gesamte Ansparphase verteilt werden. So zahlst du sie bei einem Wechsel nicht doppelt. Ab fünf Jahren nach Vertragsabschluss muss dein alter Anbieter den Wechsel kostenfrei durchführen. Der neue Anbieter darf höchstens 150 Euro Verwaltungspauschale berechnen. In den ersten fünf Jahren kann ein Wechsel beim alten Anbieter dagegen Kosten auslösen.

Wichtig: Wechsle immer per Übertragung von Anbieter zu Anbieter, nie per Kündigung mit Auszahlung. Sonst verlierst du die Förderung.

Häufige Fragen zu Standarddepot und freiem Altersvorsorgedepot

Welche Arten von Altersvorsorgedepot gibt es?

Zwei: das Standarddepot und das freie Altersvorsorgedepot. Daneben gibt es Garantieprodukte, die aber kein Depot sind.

Was ist der Unterschied zwischen Standarddepot und freiem Altersvorsorgedepot?

Das Standarddepot hat zwei vom Anbieter festgelegte Fonds, eine automatische Umschichtung vor der Rente und einen Kostendeckel von 1,0 Prozent. Im freien Depot wählst du selbst aus der Positivliste, einen Kostendeckel gibt es dort nicht.

Was ist ein Premium-Angebot beim Altersvorsorgedepot?

Ein Werbename mancher Anbieter für teurere Varianten des freien Depots. Rechtlich ist es ein ganz normales freies Altersvorsorgedepot ohne Kostendeckel.

Gibt es im Premium-Angebot mehr Förderung?

Nein. Zulagen und Sonderausgabenabzug sind bei allen Varianten gleich.

Muss jeder Anbieter ein Standarddepot anbieten?

Ja. Ausgenommen sind nur Anbieter, die ausschließlich die Eigenheimrenten-Förderung anbieten. Ein Anbieter darf auch das Standarddepot eines Partners vertreiben.

Wie hoch sind die Kosten beim Standarddepot?

Höchstens 1,0 Prozent Effektivkosten im Jahr. Viele Anbieter haben deutlich niedrigere Kosten angekündigt. Endgültig stehen die Konditionen erst nach der Zertifizierung fest.

Ist das freie Depot immer teurer als das Standarddepot?

Nein. Mit günstigen ETFs kann es sogar günstiger sein. Teurer wird es vor allem mit aktiv verwalteten Fonds, Vermögensverwaltung oder Zusatzservices.

Kann ich ein Standarddepot auch mit Beratung abschließen?

Ja. Das Standarddepot eignet sich für einen Online-Abschluss, Beratung ist aber nicht ausgeschlossen. Alle Kosten des Vertrags müssen dann in den Deckel von 1,0 Prozent passen.

Wo bekomme ich ein Altersvorsorgedepot?

Bei Banken, Neobrokern und Versicherern, die zertifizierte Altersvorsorgeverträge anbieten. Jeder von ihnen muss auch ein Standarddepot im Programm haben.

Kann ich im Altersvorsorgedepot Einzelaktien kaufen?

Nein. Einzelaktien, Kryptowährungen, Zertifikate und Hebelprodukte sind ausgeschlossen, im Standarddepot wie im freien Depot.

Kann ich im Standarddepot die Aufteilung selbst bestimmen?

Ja, in Grenzen. Du kannst deinem Anbieter eine andere Aufteilung zwischen den beiden Fonds mitteilen. Die Fonds selbst legt der Anbieter fest.

Wann kommt das staatliche Standarddepot?

Das steht noch nicht fest. Das Gesetz erlaubt es, für die Umsetzung fehlt aber noch eine Verordnung der Bundesregierung.

Kann ich vom freien Depot ins Standarddepot wechseln?

Ja. Ab fünf Jahren Laufzeit ist der Wechsel beim alten Anbieter kostenfrei, der neue Anbieter darf höchstens 150 Euro verlangen.

Unser Fazit: Standarddepot oder freies Altersvorsorgedepot?

Beim Altersvorsorgedepot gibt es zwei Varianten, und die Förderung ist bei beiden gleich. Das Standarddepot ist einfach, hat einen gesetzlichen Kostendeckel von 1,0 Prozent und ist für viele Menschen die beste Wahl. Das freie Depot lohnt sich für erfahrene Anleger, die ihre ETFs selbst wählen wollen. „Premium“ ist nur ein Werbename für teurere freie Depots, die ihre Mehrkosten mit einer konkreten Leistung rechtfertigen müssen. Ob du online abschließt oder dich beraten lässt, entscheidest du unabhängig davon. Vergleiche vor dem Unterschreiben immer die Effektivkosten mit dem Standarddepot desselben Anbieters.

Wenn du wissen willst, welche Variante zu dir passt, rechnen wir das gern gemeinsam mit dir durch. Du hast noch einen Riester-Vertrag? Dann lies auch, ob du deinen Riester ins Altersvorsorgedepot umwandeln oder behalten solltest.

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Hinweis: Wir arbeiten als Versicherungsmakler und sind an keinen Anbieter gebunden. Dieser Ratgeber ersetzt weder eine individuelle Beratung noch eine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Rechenbeispiele sind vereinfachte Modellrechnungen und keine Prognose. Alle Angaben nach bestem Wissen, Stand 8. Oktober 2026. Die Konditionen der Anbieter standen zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Vorbehalt der Zertifizierung, und die Verordnung zum staatlichen Standarddepot lag noch nicht vor. Wir aktualisieren diesen Ratgeber, sobald es Neuigkeiten gibt.

Quellen